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Die Scheerer Fasnetsfiguren |
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Übersicht aller Figuren |
Karpatschen-Schneller | Bräutler |
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erinnern an Heidnisches Brauchtum. Häs: weiße Hemden ; weiße Hosen mit bunten Bändern; buntbestickte Hosenträger und Gurt Während die Kleidung den kommenden Frühling symbolisiert , erinnert das Schnellen, an die Vertreibung der bösen Geister bzw. des Winters. Die Karpatsche besteht aus einem hölzernen Stock, an dem die etwa drei Meter lange, aus geflochtenen Stricken hergestellte Peitschenschnur befestigt ist. |
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auch großer Fasnetsnarr genannt, wird dem heidnischen Brauchtum zugeordnet. Seine Kleidung ist aus Stoff und ist mit bunten Tuchflecken besetzt. Dazu gehört ein breiter Gurt mit einem Rollengeschell. Über den Kopf gestülpt, trägt er eine zum Häs passende, Stoffmaske mit roten Sehschlitzen und schwarz heraushängender Zunge. Der Rußler erinnert an den alten Dämonen- und Geisterglauben, wobei die schwarze Zunge an die Pest erinnern soll. Deshalb hat der Rußler am Fasnachtsmontag auch die Aufgabe, die Gesichter vorwiegend junger Mädchen zu rußeln. (Schwarz anstreichen) |
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wird aus Personen gebildet, die gerne Verantwortung tragen und Freude daran haben, die Fasnet zu gestalten und zu erleben. An der Spitze steht der
Zunftmeister: |
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ist der Hauptbestandteil der Scheeremer Fasnet. Der Ursprung geht bis zum 30jährigen Krieg zurück. Damals wurde die Grafschaft im hochfürstlichen Schloß in Scheer ausgeplündert, und durch die Pest war die Einwohnerzahl von 800 auf 300 gesunken. Aus alten Überlieferungen wurde folgendes Gedicht gefunden: Einst hot unser Ländle so hoimgsuacht dr Schwed daß koiner hot Luscht meh zum Heirota ghet dr Erscht der´s probiert hot in selbiger Zeit den hot ma vor Fraid um da Bronna rom trait. Im Mittelpunkt des Geschehens steht am Fasnachtsmontag das Brautpaar, das von zwei neuvermählten Gesellen dargestellt wird. Den Bräutigam kleidet ein schwarzer Kordanzug mit dem früher in unserer Gegend gebräuchlichen Schifferhut (Dreispitz). Die Braut trägt ein buntes, frühlingshaftes Kleid mit Strohhut. Das Brautpaar ist nur am Fasnachtsmontag in Scheer maskiert und wird auch nur an diesem Tag von zwei Neuvermählten dargestellt Die Handwerksgesellen tragen ihre Handwerkskluft Der Obergeselle ist der Chef der Bräutlingsgesellen. Er trägt Frack und Zylinder , ein weißes Hemd mit roter Seidenmasche.
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Der Hanswurst, (Einzelmaske) ist dem Höfischen Brauchtum entnommen. Diese Figur verkörpert den Tölpel, der sich auf den Straßen und in den Wirtschaften herumtrieb, die Bürger aushorchte und als Verbindungsmann zum Schloßherrn diente. Er trägt ein Harlekin ähnliches Narrenkleid. In der Hand hat er einen mit bunten Bändern geschmückten Narrenstecken, eine Abwandlung des an deutschen Höfen im 12. u.13. Jahrhundertgebräuchlichen Narrenkolbens.
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Der Mußbrenner, ist die jüngste Fasnetsfigur in Scheer. Das gelbe Häs, das in eine geschwungene Zipfelhaube ausläuft, gleicht mit seinen dunkel- und hellroten Streifen einer lodernden Flamme. Die Figur erinnert an ein Ereignis aus dem Jahre 1827: Ein wohlbekannter Ratsherr in Scheer wollte ein Haus anzünden, aber dieses Vorhaben gelang ihm nicht und er schrie immerzu: “s´muas brenna, s´muas brenna“. Als Symbol zum Anfachen von Feuer hält der Mußbrenner in der Hand einen Blasebalg.
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1970 ins Brauchtum aufgenommen um die Schüler in´s närrische Treiben einzuordnen. Das Häs besteht aus einer mit Schellen geschmückten Kopfhaube mit Eselsohren. Glöckchen deuten die Mähne an, ein loser Kittel, an dem auf der linken Seite ein Schwanz angedeutet ist, vervollständigt das Häs, zu dem enge Hosen und Schnabelschuhe getragen werden. In der Hand trägt der Hofnarr einen schellenbesetzten Narrenstecken. Die Figur erinnert an das Mittelalter in dem es im Scheermer Schloß hoch her ging.
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